Reisebericht zu dem Urlaub auf der Insel Usedom
Die Insel Usedom, ist die zweit größte Insel Deutschlands mit einer Fläche von 354km². Sie befindet sich östlich von Rügen an der Grenze zu Polen. Die Insel Usedom ist von Hügeln, Wäldern und Binnenseen geprägt. Mit durchschnittlich 1917 Sonnenstunden im Jahr ist Usedom eines der sonnenreichste Gegenden Deutschlands.
Wir machten uns am 12.07. 2008 auf den Weg nach Usedom um 2 Wochen auf der Insel zu verbringen. Mit dabei hatten wir die Fahrräder den nur so macht es eigentlich Spaß sich auf Usedom fortzubewegen. Unsere Unterkunft bezogen wir bei Kölpinsee. Das befindet sich zwischen Koserow und Heringsdorf. In den zwei Wochen verpflegten wir uns selber, sodass wir am ersten Tag gleich nach Koserow zum Einkaufen gefahren sind um erst mal alles für ca. eine Woche zu besorgen.
Die erste Woche war das Wetter eher durchwachsen. Man konnte also nicht wirklich den ganzen Tag am Strand verbringen. Aber dafür hatten wir ja die Räder mitgenommen. Wer jetzt nicht die Möglichkeit hat seine eigenen Räder mit auf die Insel zu nehmen kann sich eigentlich überall welche Ausleihen! Daran sollte es also nicht Scheitern. Die Radwege auf Usedom sind sehr gut ausgebaut und dadurch ist es möglich fast alle Ecken der Insel mit dem Rad zu erreichen.

Wir brachten es mit dem Rad in diesen zwei Wochen auf mehr als 400km. So lernten wir sehr viel von Usedom kennen. Da wir uns in der Mitte der Insel befanden ging es entweder nach Westen oder nach Osten... Eine Tour führte uns über Koserow nach Zinnowitz. In Zinnowitz kann man wirklich viel Sehen und Erleben. Zum Beispiel eine Fahrt mit der Tauchgondel oder einen Besuch in der Bernstein Therme welche sich direkt neben dem Hotel Baltic befindet. Des Weiteren gibt es eine Vielzahl an Restaurants und Geschäften die zum Flanieren entlang der Strandpromenade einladen. Auch die Vineta-Festspiele finden jedes Jahr in Zinnowitz statt. Besonders zu empfehlen ist in Zinnowitz das Restaurant „Gezeiten“ hier kann man seinen Gaumen echt verwöhnen lassen und auch das Ambiente lädt zum verweilen ein. Und zum Abschluss eines schönen Abends kann man sich dann noch einen Drink in der Sinatra Bar genehmigen. Mit einem wunderschönen Blick auf das Meer und die Seebrücke hoch oben über den Dächern von Zinnowitz.
Einen Tag später ging es dann wieder Richtung Zinnowitz, aber diesmal auch darüber hinaus nach Trassenheide und dann nach Karlshagen. Karlshagen besitzt einen schönen kleinen Hafen am Peenestrom, wo man auch Ferienwohnungen mieten kann. An der Hafenausfahrt haben wir einen kleinen Jungen getroffen der gerade seine Angel zusammen baute um sich ein leckeres Abendessen zu fangen. Wir erkundigten uns, welche Fische man denn hier im Pennestrom fangen kann. Er sagte uns das man vorallem Barsche, Hechte und Zander fangen kann. Nach diesem kleinen Zwischenstop ging es nach Mölschow, wo ein Gutshof zum Minigolf, Klettern, Basteln und Kaffee und Kuchen einlädt.
Doch unser Weg führt uns von der Insel Usedom hinunter nach Wolgast, wo wir uns die Kirche und den alten Hafen ansahen. Auf dem Rückweg machten wir noch in Krummin, welches man durch eine herrliche Allee erreichte, halt um die Alte Kirche des Dorfes zu Besichtigen. Dann führte uns der Weg durch den Wald wieder zurück Richtung Loddin und wieder nach Kölpinsee.

An einem anderen Tag sind wir von Karlshagen noch weiter Richtung Peenemünde geradelt. Dort befindet sich noch der alte Flughafen der damals im 2.Weltkrieg genutzt wurde. Heute kann man von hier aus Rundflüge über Usedom oder auch nach Rügen und Hiddensee buchen. Es befindet sich auch eine Kartbahn an diesem Flugplatz wo sich gerade eine Gruppe von sechs Fahren ein tolles Rennen lieferte, so blieben wir noch ein wenig und schauten uns das ganze von der Tribüne aus an. Weiter ging es dann zum Hafen in Peenemünde wo man das U-Boot U-461 besichtigen kann. Am Nachmittag zog es uns dann meist an den Strand bei Kölpinsee um ein erfrischendes Bad in der Ostsee zu nehmen. Der Strand an dieser Stelle der Insel ist immer sehr sauber! Nach diesen ersten tollen Tagen gönnten wir uns Abends meist ein Gläschen Wein um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen
Nun wurde es auch mal Zeit in die andere Richtung der Insel zu fahren. Über Ückeritz ging es nach Bansin. Von hier aus schlossen sich die anderen beiden Seebäder Heringsdorf und Ahlbeck gleich an. Wir fuhren entlang der Strandpromenade und sahen eine Villa nach der anderen. An manchen Häusern blieben wir erst mal eine kleine Weile stehen. Diese tollen Villen zogen sich bis nach Ahlbeck. In diesen drei Seebädern kann man auch herrlich spazieren und Einkaufen gehen. Es gibt auch noch eine Spielbank in Heringsdorf welche zum Zocken einlädt und das jeden Tag.
Einen Tag später liefen wir Richtung Achterwasser nach Ückeritz dort gibt es eine Segelschule und einen Bootsverleih. Auch einen sehr gutes Restaurant mit Übernachtungsmöglichkeiten lädt dort zum verweilen ein. Wir haben uns ein Tretboot gemietet und sind hinaus aufs Achterwasser gepaddelt. Auf dem Boot konnte man sich herrlich sonnen da es immer schöner wurde als wir auf dem Wasser waren. Als wir das Boot wieder abgegeben hatten liefen wir zu Meerseite und von da aus am Strand wieder nach Kölpinsee zurück.

Als sicher wieder ein ganz verregneter Tag ankündigte entschlossen wir uns kurzfristig nach Greifswald zu fahren um uns diese Hanse- und Unistadt anzusehen. Als wir die Insel verlassen hatten, was nicht so einfach war, da wieder ein Stau nach Wolgast herrschte, waren wir schnell in Greifswald da dies ja nur ca. 45km von Usedom entfernt lag. In Greifswald schauten wir uns den Hafen und eine Bootswerft an. Es standen tolle Motorboote auf dem Gelände da hätte man sich am liebsten gleich eins mit genommen aber dazu ist der Geldbeutel doch ein wenig zu klein. Vom Marktplatz erstreckt sich eine tolle Einkaufsstraße durch Greifswald wo man wirklich ausgiebig shoppen kann. Da es gerade erst Mittag war, als wir quasi durch Greifswald durch waren, überlegten wir was man noch machen könnte. Der Himmel war immer noch total grau.
Wir sahen einen Wegweiser der nach Stralsund wies, also ging es auf nach Stralsund. In Stralsund erkundeten wir die schöne Altstadt mit dem Marktplatz, dem Rathaus und der Nikolaikirche. Weiter ging es Richtung Hafen wo uns ein starker Regenschauer überraschte. Wir fanden Zuflucht in einem Hauseingang eines alten Kaufmannshauses. Am Hafen lag die Gorch Fock vor Anker, das Schiff konnte besichtigt werden. Von dem Liegeplatz aus sah man die Neue Rügenbrücke... ein wirklich Gigantisches Bauwerk! Auch war die Schlange zum Ozeaneum von hier aus zu sehen. Aber so lange wollten wir uns nicht anstellen. Das Ozeaneum wurde ja auch erst eine Woche vorher eröffnet mit dem Besuch der Kanzlerin. Wir entschieden uns das ältere Meereskundemuseum im Herzen der Altstadt zu besuchen. Hier befindet sich auch ein riesiges Finnwalskelett. Auf der Rückfahrt zu Insel Usedom kam dann langsam wieder die Sonne raus aber die ging nun auch bald schon unter.

In der zweiten Woche beglückte uns die Sonne viel mehr als in der ersten. So konnten wir viel Zeit am Strand verbringen da es immer wärmer wurde. Auch nahmen die Wellen am Strand zu. Es machte einen riesigen Spaß sich von dieser Naturgewalt durchs Wasser schieben zu lassen. Natürlich auch mal Kopf über wenn gerade eine Welle über einem gebrochen ist. Das Baden für die Kinder war bei diesem Wellengang allerdings verboten.
Im Inselinneren führte uns eine Radtour zu einer alten Bockwindmühle bei Pudagla. Die Windmühle befindet sich auf einer Anhöhe und ist schon von weiten zu sehen. Gleich neben der alten Windmühle befand sich ein tolles Anwesen, wir fragten uns wem das wohl gehörte. Weil alles drum herum war abgeriegelt wir konnten nur einen Blick über die Hecke erhaschen. Welcher Promi da wohl wohnt? Wir fuhren weiter durch den Wald Richtung Benz und kamen am schönen Schmollensee vorbei. In Benz fanden wir eine kleine, hübsche alte Kirche vor, wo wir eine Pause machten. Oberhalb von Benz befand sich noch eine Holländerwindmühle die wir uns auch noch anschauten. Danach fuhren wir nach Mellenthin um das alte Wasserschloss anzuschauen was nach und nach Saniert wird. Weiter ging es entland von Wiesen und Feldern nach Balm. In Balm gibt es einen riesigen Golfplatz der sehr schön gelegen 36 Loch und einen 9 Loch Übungsplatz aufweist. Auch das Clubhaus des Golfclubs kann sich sehen lassen.

Die restliche Zeit des Urlaubs verging mit Baden und Strandspaziergängen oder mit einem Besuch der Salzhütten in Koserow, wo es mit den leckersten geräucherten Fisch der Insel gibt. Es war eine sehr schöne Zeit auf der Insel Usedom und sicher kommen wir mal wieder, denn alles kann man ja in zwei Wochen nicht sehen.
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