Reisebericht von der Griechischen Insel Santorin
Urlaub auf Santorin, ein wirklich zauberhaftes Erlebnis. Santorin ist ein kleiner Archipel im Süden der Kykladen. Die Hauptinsel ist Thira, desweiteren gehören noch Thirasia, Nea Kameni, Palea Kameni und Aspronisi zu dem Archipel Santorin. Im Mai des Jahres 2008 brachte uns ein Flug aus Deutschland 100km nördlich von Kreta auf ein rund 90km² großes Eiland in Griechenland. Und der Ruf des guten Klimas eilte diesen Inseln voraus: Die meisten Sonnenstunden in Griechenland und im August sogar Durchschnittstemperaturen von bis zu 29 Grad und auch das Wasser soll in diesen Monaten bis zu 25 Grad erreichen. Die Hauptregenzeit fällt in die Zeit von Dezember bis ungefähr Mitte Februar. So schien uns der Mai der perfekte Monat für dieses Erlebnis zu sein.
Wir bezogen ein Zimmer in einem kleinen, sehr schönen Hotel in Kamari. In Kamari befindet sich meiner Meinung nach der beste Strand, aber es gibt auch sehr viele kleine Badebuchten auf der Insel, die entdeckt werden wollen. Viele sind aber gar nicht so einfach zu finden. Santorin ist ja Vulkanischen Ursprungs. Aus diesem Grund sind viele Strände mit schwarzem Sand ausgestattet. Der Nachteil hier ist, dass sich der Sand im Laufe des Tages sehr stark aufheizt und wenn man seine Schuhe oder Badeschuhe vergessen hat, kann das ganze ein einbrennendes Erlebnis werden. Die ersten Tage verbrachten wir am Strand von Kamari, um erst mal eine gesunde südländische Hautfarbe zu bekommen. Auch sehr sehenswert ist der Strand bei Akrotiri. Dieser weißt nämlich eine rote Farbe auf.

Für die nächsten paar Tage mieteten wir uns dann ein Auto, um die Insel besser erkunden zu können. Den roten Strand bei Akrotiri habe ich ja schon erwähnt. Desweiteren gibt es da noch eine Ausgrabungsstätte, die sehr sehenswert ist. Unsere Tour führte uns über die halbmondförmige Insel nach Fira und Oia. Diese beiden kleinen Orte liegen direkt an den Klippen. Man hat manchmal den Eindruck, dass die Häuser und Gassen dieser Städtchen über den Klippenrand hinaus gebaut sind, so dicht befinden sich diese am Abhang. Diese beiden Orte fallen besonders durch ihre typische kykladische Architektur auf, mit den weiß/blauen niedrig gebauten Häusern und den berühmten Kuppeln, die auf jedem Postkartenmotiv zu sehen sind. Diese Bauweise verkörpert förmlich das Griechische, denn jeder ordnet dies Griechenland zu.
Wir verbrachten in Oia und Fira dann den ganzen Nachmittag und warteten auf den Sonnenuntergang in Oia. Als dann langsam die Dämmerung einsetzte, erlebte man ein wahrhaft wunderschönes Naturschauspiel. Die Sonne senkte sich langsam gen Mittelmeer und die Windmühlen in Oia tauchten in ein sanftes Rot. Dieser Sonnenuntergang war einer der Schönsten, die ich je gesehen hatte, einfach traumhaft. Nach diesem tollen Erlebnis machten wir uns dann wieder auf den Rückweg. Es ging auf die andere Seite der Insel zum Hotel in Kamari.
Am nächsten Morgen, nach dem ausgiebigen Frühstück und dem herrlichen Sonnenaufgang, ging es auf den höchsten Berg von Santorin, der sich auf 568m erhebt und von dem man einen schönen Rundblick über die Insel genießen kann. Auf dem Berg befindet sich auch ein Kloster, das denselben Namen wie der Berg trägt, nämlich Profitis Ilias. Mönche leben in dem Kloster schon lange nicht mehr. Zurzeit kann man das Kloster besichtigen, man sollte sich aber vorher informieren wann das Kloster geöffnet hat, da man sonst vor verschlossenen Türen steht. Von hier oben konnte man auch die Kameni Inseln und die Insel Aspronisi sehen. Diese sind übrigens unbewohnt.

Danach ging es weiter ins Landesinnere zu den Weinanbaugebieten auf der Insel. Der Weinanbau auf Santorin nimmt ca. 1500 Hektar ein und durch den vulkanischen Boden auf Santorin bekommt der Wein noch eine ganz spezielle Note. Leider kenne ich mich mit Wein nicht so wirklich aus, aber geschmeckt hat er ausgezeichnet.
In den darauf folgenden Tagen haben wir uns ein paar kleine Buchten zum Baden gesucht und haben uns die Sonne noch einmal auf den Bauch scheinen lassen. Auch die Wassertemperaturen waren wirklich sehr angenehm für den Mai und Sonne hatten wir ja sowieso jeden Tag. Kurz vor dem Ende dieser schönen Woche haben wir noch eine Schiffstour gemacht. Es ging zu den vorgelagerten Vulkaninseln Nea Kameni und Palea Kameni. Hier konnte man in den heißen Quellen baden. Das war auch ein sehr schönes Erlebnis. Wir besuchten als nächstes die Kreuzfahrtschiffe, welche vor Thira vor Anker lagen. Die Kleineren waren an großen Metallbojen fest gemacht, die Größeren konnten wohl nicht so nah an die Küste heran und ließen ihren Anker etwas weiter draußen fallen. Es war eine sehr schöne Tour, die diesen Urlaub super abschloss. Denn nun war schon diese schöne Urlaubswoche vorbei und wir mussten am nächsten Tag die Rückreise nach Deutschland antreten.
Das Archipel Santorin hat uns echt beeindruckt mit seinem schönen Klima und der kargen, aber wunderschönen Landschaft. Ich finde Santorin ist auf jeden Fall eine Reise wert. Ob nun eine oder zwei Wochen, erleben kann man auf Santorin genug.
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