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Reisebericht zum Urlaub auf Mallorca im Juli 2009

Im Sommer 2009 ging es für einen Mädelsurlaub auf die größte Insel der Balearen, Mallorca.
Die einstige Bauern- und Fischerinsel, hat sich zu einem Magneten für Auswanderer und Touristen entwickelt und mit einer Größe von 3640km², bietet sie auch ausreichend Platz.
Mallorca hat für jeden etwas zu bieten, mehr als 180 Sandstrände mit einer Gesamtlänge von ungefähr 50km, einsame Badebuchten mit türkisfarbenem Meer, Shopping, Party, Sport und eine überwältigende Natur.

Mallorca

Entgegen aller Erwartungen verbrachten wir unseren einwöchigen Urlaub nicht am Ballermann, sondern in der westlich von Palma gelegenen Stadt Peguera.
Unsere Woche verbrachten wir im Hotel Gaya, einem kleinem Hotel, welches genau am Strand und unweit der Fußgängerpromenade lag.
Das 3Sterne Hotel, besticht mit seinem Charme. Die Einrichtung ist zwar schon etwas älter, aber es reicht vollkommen aus. Die Zimmer sind klein, sauber und zweckmäßig eingerichtet, aber ich denke immer, dass man seinen Urlaub ja nicht die ganze Zeit im Hotel verbringt. Vom Balkon aus hatten wir einen super Blick auf das Mittelmeer und zur Promenade. Die Außenanlage mit Pool und einigen schattenspenndenden Palmen war sauber.
Das Buffet zum Frühstück und Abendbrot ist nicht riesig, aber es findet jeder immer etwas, was einem schmeckt. Das Personal versteht und spricht gut deutsch, ist sehr freundlich und ist auch für den einen oder anderen Scherz zu haben.
Bei Temperaturen um die 29°C und Sonne satt, verbrachten wir jeden Tag am Strand. Dieser fiel allerdings, angesichts der vielen Hotels in Peguera, recht klein aus.
An der Promenade reihen sich Bars, Restaurants, Souvenirläden und Boutiquen aneinander.
Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass dies ein Paradies für uns Mädels war.
Die Cocktails in den Bars sind sehr lecker und auch vom Preis her nicht zu teuer. Als besonderes Highlight empfanden wir eine hawaianische Cocktailbar. In dieser wurde man mit einer typisch hawaianischen Kette begrüßt, man saß nicht auf einfachen Stühlen, sondern in hängenden Körben und die Cocktails wählte man nach der Geschmacksrichtung, um sie anschließend in einem 1 Liter Gefäß und mit kleiner Pyroshow serviert zu bekommen.
Ebenfalls an der Promenade das Paladium, die einzige Diskothek in Peguera und trotzdem die Beste. Jeden Tag in der Woche voll, gespielt wurde vor allem Black und R´n´B, aber auch House, Disco und Pop, also für jeden Geschmack etwas dabei.

Mallorca

Aber wir wollten unseren Urlaub ja nicht nur in Peguera verbringen, dafür hat Mallorca zu viel zu bieten. Wir entschieden uns für eine Fahrradtour. Mit guten Mountainbikes ging es von Peguera aus über Cala Fornells zum Cap Andritxol.
Um überhaupt Cala Fornells zu erreichen, hieß es, mächtig in die Pedalen treten, um den Hügel, der in das kleine verschlafene Städtchen führt, zu besiegen. Die Aussicht auf die Bucht von Peguera und das türkisfarbene Meer entschädigten allerdings für jegliche Mühe. Cala Fornells ist vor allem durch die, von dem Künstelerarchitekten Pedro Otzoup entworfenen, Aldea- Appartements geprägt. Die Häuser sehen genauso aus, wie man sich eine spanische Finka vorstellt. Mit sehr viel liebe zum Detail gebaut, unter Verwendung von Naturmaterialien und vielen blühenden, sommerlichen Blumen und dazwischen immer wieder der Ausblick auf das herrliche Mittelmeer. In Cala Fornells, nur ein paar Minuten weg vom touristischen Peguera, sieht und erlebt man spanisches Lebensgefühl.
Weiter ging es, diesmal bergab zum Cap Andritxol. Ein Naturschutz-
gebiet, in dem es sich gut wandern lässt, man von Anhöhen aus einen wunderschönen Ausblick auf das weite, endlos wirkende Mittelmeer hat und in dem sich eine versteckte, einsame Badebucht befindet. Wir hatten unsere Badesachen dabei und so entschlossen wir uns dazu, neben den wenigen anderen Urlaubern, eine Pause einzulegen und in das erfrischende Meer einzutauchen.

Mallorca

Nach einer doch etwas ausgedehnten Pause, sollte es weiter auf zum Camp de Mar gehen. Camp de Mar wurde in den letzten Jahren sehr stark ausgebaut und entwickelt sich zu einem Nobelort, in dem Golferfreunde ihrem Hobby auch im Urlaub nachkommen können. Über eine bewaldete, kurvenreiche Straße mit schönem Ausblick erreicht man Andratx. Andratx ist vor allem mittwochs zum Markt besonders Empfehlenswert.
Aber wir erreichten weder Cap de Mar, noch Andratx, da wir das hügelige Hinterland von Mallorca mit dem Rad nicht bezwingen konnten.
Mein Fazit deshalb, wenn ich das nächste Mal auf Mallorca bin, dann miete ich mir auf jedenfall ein Auto. Damit kann man dann auch noch weitere Sehenswürdigkeiten auf der Insel entdecken.
Am darauf folgenden Tag ging es ohne Auto und auch ohne Fahrräder, dafür mit der Buslinie 102 in einer 40minütigen Fahrt in die Hauptstadt von Mallorca, Palma.
Der Bus hielt genau unterhalb der Kathedrale, dem berühmtesten Inselgebäude. Die Kathedrale Le Seu, wie sie vollständigerweise heißt, wurde 1230 unter König Jaume I.errichtet und sollte auch als Mausoleum und Grablage der Mallorquinischen Könige dienen. Von außen wirkt das gotische Gebäude majestätisch, beeindruckend und faszinierend, was wohl an den Ausmaßen liegt. Wir ließen uns durch die Gassen und mit den Massen treiben, vorbei an Straßencafes, Restaurants, Snackbars und Geschäften. Auch gibt es den einen oder anderen Straßenkünstler, der versucht sich etwas dazu zu verdienen. Und irgendwann, ohne dass wir es wirklich mitbekamen, waren wir nicht mehr umgeben von Häusern im gotischen, barocken oder renaissance Stil, sondern umgeben von purer Moderne. Ich glaube, dass keine andere Stadt der Insel so jung und alt zugleich und doch so harmonisch ist.

Mallorca

Auf dem Weg zurück zum Hafen, wo die Haltestelle der Buslinie war, kamen wir vorbei am Park Jardines de s'Hort del Rei. Eine sehr schön angelegte Anlage, mit viel Grün und einem Springbrunnen in der Mitte.
Unsere letzten Tage verbrachten wir am Strand und tankten noch ein bisschen Sonne, machten noch Party und shoppten noch für uns und die daheim Gebliebenen.
Am Ende dieses tollen Urlaubs brachte uns Air Berlin in knapp zwei Stunden wieder zurück nach Deutschland.

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