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Reisebericht von der Insel Kos im August 2009

Wie stellt man sich den Badeurlaub so vor? Naja man denkt an Sonne, Meer und Strand. Warme Temperaturen und klarer blauer Himmel sollten natürlich auch nicht fehlen. Wie wäre es dann mit der griechischen Urlaubsinsel Kos? Wir verbrachten eine Woche auf der Insel Kos in Griechenland. Das Wetter konnte besser nicht sein, in der ganzen Woche, in der wir auf dieser wundervollen Insel waren, haben wir nicht eine wirkliche Wolke entdecken können. Die Temperaturen waren immer um die 30-37 Grad, also mehr als warm. Aber für den August normale griechische Temperaturen. Aber wo liegt nun Kos genau? Kos ist eine von den Inseln des Dodekanes und zwar die drittgrößte. Kos befindet sich in der südlichen Ägäis und ist an der Spitze von Kos-Stadt nur 5km vom türkischen Festland entfernt. Auch die Temperaturen des Mittelmeeres sind hier sehr angenehm. Und bei 36 Grad Außentemperatur sind tolle 25 Grad Wassertemperatur sehr erfrischend. In einer Woche lässt sich Kos auch sehr gut erkunden, da die Insel nur eine Fläche von ca. 288km² hat. Desweiteren ist die Insel um die 43km lang und an der breitesten Stelle 10km breit.

Tingaki

Auf dem kleinen überschaubarem Flughafen in Kos angekommen, brachte uns der Bus zum Hotel Gaia Village in dem Ferienort Tingaki. Das Hotel machte einen guten Eindruck und für griechische Verhältnisse war es auch sehr gepflegt und sauber. Wir hatten All inclusive gebucht und somit brauchte man sich um nichts weiter kümmern, außer vielleicht um etwas zu trinken am Strand. Das Essen zu den Mahlzeiten war ganz ok, man konnte es eben essen. Wer mehr vom Essen erwartete sollte in eine der vielen Restaurants und Tavernen im Ort Tingaki gehen. Das Zimmer verfügt über eine Fernseher und eine Klimaanlage, welche bei den Temperaturen auch sehr nötig war. Das einzig Unschöne war die viel zu kleine Dusche.

Nachdem wir unsere Badesachen raus gesucht hatten, ging es auch gleich mal an den Strand. Am Strand in Tingaki gibt es viele Möglichkeiten Wassersport zu betreiben. Man kann sich Jetskis ausleihen oder eine Tour auf der gelben Banane machen. Es gibt auch eine Windsurfschule am Strand, wo man erste Erfahrungen im Windsurfen machen kann. Und da der Wind meistens nicht ganz so stark war, war es ideal für die Anfänger. Am Strand gab es sehr viele Liegen mit Sonnenschirm, diese kosteten so um die 6 Euro am Tag. Ich persönlich fand, dass es insgesamt zu viele Liegen am Strand waren, da man kaum Platz hatte sich in den Sand zu legen. Um das zu tun musste man schon ein Stück laufen. So verbrachten wir die ersten 3 Tage am Strand und ließen es uns abends an der Poolbar mit den All inclusive Getränken gut gehen.

Kos

Für die darauf folgenden zwei Tage mieteten wir uns dann ein Auto für 90 Euro. Da die Benzinpreise auch in Griechenland nicht so hoch sind, konnten wir in den zwei Tagen für 10 Euro Benzinkosten über die gesamte Insel fahren. Am ersten Tag mit dem Auto standen wir früh auf, denn wir wollten den höchsten Berg der Insel, den Dikeos mit seinen 843 Metern bezwingen. In den Morgenstunden sind die Temperaturen nämlich noch erträglich bevor dann die Sonne richtig brennt. Wir fuhren also in das Bergdorf Zia, von wo aus der Weg auf den Dikeos führte. Am Anfang ging der Weg noch durch die Wälder um den Berg, welche noch Schatten spenden konnten. Dieser Weg ging dann später steil rechts ab nach oben. Je höher man kam, desto schöner konnte man Kos überblicken und auch unser Urlaubsort Tingaki war leicht zu finden, da sich direkt daneben der große Salzsee erstreckte. Als wir auf dem ersten Plateau angekommen waren, dachten wir der Gipfel wäre schon erreicht. Aber leider ging es noch ein Stück weiter um die Ecke, bis wir schließlich vor der griechischen Flagge und der kleinen weißen Kapelle standen. Dann hat man den Gipfel quasi erreicht. Hier oben hätte man Stunden sitzen können um diese trauhafte Aussicht zu genießen. Auch war man hier oben fast ganz allein. Auf unserer Tour trafen wir lediglich um die 12 weiteren Wanderer. Man sollte auch Sonnencreme und viel Wasser auf diese Tour mitnehmen, da es besonders im Sommer sehr heiß werden kann. Insgesamt brauchten wir für diese Wanderung ca. 3 Stunden an Laufzeit.

Nach dem Mittagessen im Hotel und einer Ruhepause, ging es dann gegen Nachmittag weiter in die Hauptstadt der Insel Kos nach Kos-Stadt. Als erstes durchfuhren wir Kos-Stadt nur, da wir weiter nach Empros Therma wollten. Hier befinden sich Heilwasserquellen direkt am/im Mittelmeer welche durch eine Felsumgrenzung wie ein Pool im Mittelmeer wirken. Der Sand war hier schwarz und sehr heiß und das Wasser im Meer war sehr klar. Ein wirkliches Muss bei einem Urlaub auf Kos. Nach diesem erfrischenden Bad ging es dann wieder zurück an der Küste nach Kos-Stadt. In Kos haben wir das Auto neben der Polizei am Hafen abgestellt und sind am Johanniter Kastell vorbei zur Hadji-Hassan-Moschee und dann zur berühmten Platane des Hippokrates gelaufen. Die Platane muss durch ein Gerüst gestützt werden. Wie alt die Platane des Hippokrates genau ist weiß man nicht. Sie soll aber angeblich von Hippokrates selbst gepflanzt worden sein. Danach schlenderten wir noch weiter durch die Stadt, vorbei an vielen tollen Geschäften und der schönen Markthalle weiter zum Dionysos Tempel und den alten Zentral-Thermen und zur Casa Romana. Auf dem Rückweg durch die Straßen von Kos kamen wir noch an der schönen Kirche Agia Paraskevi vorbei, welche auf einer Terrasse oberhalb der Markthalle liegt. Weiter ging es von hier aus durch die Gassen, mit weiteren vielen Läden, wo man klasse einkaufen kann, zurück zum Hafen. Dort verweilten wir noch ein wenig und sahen uns die ankommenden Ausflugsschiffe an, die am späten Nachmittag wieder nach Kos-Stadt zurückkehrten. Nach dem Abendessen konnte man den Tag mit einem Spaziergang am Strand mit dem schönen Sonnenuntergang oder an der Poolbar ausklingen lassen.

Kos

Nach dem Frühstück ging es am folgenden Tag in den Westen der Insel. Wir besuchten die schöne Stadt Kefalos und die Westspitze der Insel. Von hier aus hatte man einen schönen Blick auf Kefalos und Kamari mit seinem kleinen Hafen und dem Strand. In Kamari angekommen legten wir eine kleine Pause ein. Vom Strand aus kann man von hier nämlich sehr schön auf die kleine vorgelagerte Insel Kastri, welche unbewohnt ist, schauen. Im Anschluss fuhren wir an den Paradise Beach, einer der bekanntesten Strände auf Kos. Nachdem wir uns am Paradise Beach erholt hatten, ging es weiter zum Ferienort Kardamaina. In Kardamaina kann man herrlich einkaufen gehen oder in einem der vielen Restaurants an der Strandpromenade verweilen. Einen super Blick hat man von Kardamaina aus auf das Gebirge mit dem höchsten Berg dem Dikeos. In Kardamaina gibt es sogar am Strand ein Mc Donalds, was uns sehr erstaunte. Nur sind die Preise hier um einiges teurer als in Deutschland. Also waren wir zum Mittag wieder im Hotel, um da zu essen. Nach der Mittagsruhe ging es dann noch mal in die Berge. Unweit von Zia lag der Ort Pyli. Von hier aus geht es weiter den Berg hinauf nach Alt-Pyli oder Palea Pyli, einer Ruinenstadt aus dem Mittelalter, über der damals eine Burg thronte. Die Burg ist inzwischen auch eine Ruine, wie der Rest dieser alten Stadt. In den Wäldern unterhalb der Burg befinden sich die Überreste von Palea Pyli. Hier kann man wundervoll auf Entdeckungsreise gehen und die Umgebung erkunden. Zum Aufstieg auf die Burgruine sollte man festes Schuhwerk anziehen, da manche Stufen sehr hoch und rutschig sind. Oben auf der Burg angekommen, hat man eine geniale Aussicht auf die Strände zwischen Mastrichari und Tingaki. Wenn man in die andere Richtung blickt, kann man sogar die kleine weiße Kapelle auf dem Dikeos erkennen. Am späten Nachmittag kehrten wir dann wieder an den Strand bei Tingaki zurück, um nochmal im Mittelmeer zu Baden. Der Abend gestaltete sich dann aus Abendessen und gemütliches Sitzen an der Bar.

Kos

Die letzen Urlaubstage wurden dann am schönen Strand bei Tingaki verlebt. Wir verbrachten meist ein paar Stunden am Morgen am Strand. Zur Mittagszeit wurde es dann richtig heiß und wir flüchteten dann wieder ins Hotel, um zu essen und sich dann bis zum Nachmittag auszuruhen. Danach ging es dann meist bis zum Abend nochmal zum Baden an den Strand. Am letzen Tag wurden wir vom Bus erst gegen 17Uhr zum Flughafen gebracht. Leider mussten wir das Zimmer schon gegen Mittag verlassen, sodass wir die letzen Stunden mit Baden am Hotelpool verbrachten, von denen es übrigens drei Stück gab, da das Gaia Village aus drei zusammengehörenden Bereichen bestand. Die Woche auf Kos war sehr erlebnisreich und man konnte viel auf der Insel entdecken und erleben. Also die griechische Insel Kos ist eine Reise wert.

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