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Die Kanaren sind eines der beliebtesten Urlaubsziele. Sie befinden sich im Atlantik vor der westafrikanischen Küste, gehören aber dennoch zu Spanien. Die Temperaturen bewegen sich meist zwischen 20 und 28 Grad was ideal für einen Besuch im Winter ist, wo in Deutschland das Thermometer auf unter 0 Grad absinkt. Noch dazu die im Durchschnitt 300 Sonnentage im Jahr lassen doch wohl auf ein wahres Paradies schließen. Dem Winter in Deutschland zu entfliehen war unser Ziel. Aus diesem Grund sind wir mitte Dezember abgehoben um auf der Kanareninsel Fuerteventura eine Woche Urlaub zu machen. Auf Fuerteventura angekommen erwartete uns ein blauer Himmel und 25 Grad und das am 17.12. das allein war schon ein tolles Erlebnis. Unser vier Sterne Hotel ( Buganvilla ) lag im Ferienort Jandia im Süden der Insel. Das Hotel hat eine spitzen Lage direkt an der Strandstraße gegenüber vom tollen Sandstrand von Jandia. Vom Zimmer aus konnte man den Leuchtturm sehen welcher sich direkt am Strand befindet. Wir hatten All inklusive gebucht deshalb brauchten wir uns um nichts weiter kümmern was die Verpflegung an ging. So ließ sich das gute Essen und die vielen Drinks natürlich am besten genießen! Lustig war natürlich die ganze Weihnachtsdeko im sommerlichen Umfeld, da musste man sich erst dran gewöhnen da ja eigentlich gleich Weihnachten war obwohl man mit kurzen Sachen die meiste Zeit am Strand verbrachte. Wo wir gerade beim Strand sind...einfach genial der Strand in Jandia....ganz feiner Sand und lang und breit so das man Platz ohne Ende hat. So kann man es sich echt gut gehen lassen. Der Blick vom Strand auf das Landesinnere ist auch Atemberaubend, denn direkt hinter Jandia erheben sich die höchsten Berge der Insel ( Pico de la Zarza 807m ) es ist immer schön anzusehen wie sich die Wolken hinter den Bergen stauen. Die Woche sollte natürlich ausgiebig genutzt werden, sodass wir uns gleich auf die Suche nach einem Jeep machten mit dem man auch die entlegensten Winkel der Insel erreichen konnte. Also nahmen wir in einen Jeep Wrangler platz und gingen auf unsere erste Tour. Sie führte uns zum Südwestlichsten Punkt der Insel nach Puerto de la Cruz einem kleinen Ort der nur über eine Schotterstraße zu erreichen ist. Das Wetter an diesem Tag war sehr stürmisch und ab und an fing es auch an zu regnen was ja auf Fuerteventura schon eine Seltenheit ist. Nachdem wir den Leuchtturm erreicht hatten ging es über die Berge nach Cofete doch schon auf dem Weg dahin fing es auf einmal an richtig zu regnen...So war es nur schwer möglich auf den Schotterpisten bis zur Villa Winter zu gelangen, da sich immer größer Pfützen bildeten und man nie genau wusste wie tief die eigentlich waren. Aber dafür hatten wir ja einen Jeep. So verließen wir Cofete wieder und versuchten zum Roque del Moro zu gelangen welcher sich am 5km langen Strand bei Cofete befand. Um ihn zu erreichen mussten wir einem kleinen Weg zum Strand hinunter folgen welcher sich in einer Schlucht entlang schlängelte. Und dann passierte es, ein wahrer Wolkenbruch ging auf uns nieder... der knochenharte Boden konnte soviel Wasser natürlich nicht aufnehmen, sodass immer mehr Wasser die Schlucht hinunter gespült wurde wo wir gerade mit dem Jeep unterwegs waren. Die "Straße" war schon bald nicht mehr zu erkennen man konnte sich nur noch am fließenden Wasser orientieren. Aus diesem Grund erreichten wir den Roque del Moro nicht, da wir uns dazu entschlossen wieder um zu kehren bevor wir da vielleicht nicht mehr raus gekommen wären. Mit Allradantrieb und dem Fuß auf dem Gas gelang uns die Fahrt aus der Schlucht wieder auf den Weg nach Jandia. Da angekommen war unser Jeep nur noch braun und stand vor Schlamm. Aber das war es echt Wert... Nach der Stärkung im Hotel ging es diesmal Richtung Norden. Über die Costa Calma nach La Pared. Dadurch das es den ganzen Vormittag geregnet hatte, bot sich uns in La Pared ein tolles Bild. Durch den Regen wurde jede Menge Sand von Bergen ins Meer gespült. Dadurch konnte man einen tollen Farbunterschied im Wasser feststellen von Sandbraun bis wieder Azurblau. Auf dem Weg zwischen La Pared und Pajara liegt das Schiffswrack der American Star welches 1994 durch einen Sturm vor Fuerteventura auf Grund gelaufen ist. Doch durch den starken Regen vom Vormittag war Schotterweg zur American Star nicht befahrbar auch nicht mit dem Jeep. So beschlossen wir es am nächsten Tag noch einmal zu versuchen. Also ging es kurz vor Pajara links weg nach Ajuy. Ajuy ist ein kleines Fischerdorf an der Westküste der Insel. In Ajuy befinden sich wunderschöne Höhlen die vom Aussehen an eine U-Bootwerft erinnern. Zu den Höhlen gelangten wir nur durch eine kleine Klettereinlage da sich vor dem Aufstieg zu den Höhlen durch den Regen eine riesige Pfütze gebildet hatte. Oben angekommen hatten wir einen tollen Blick auf das Meer und die gigantische Brandung die an diesem Nachmittag herrschte. Die Wellen schlugen mit voller Wucht gegen die steilabfallenden Kalkfelsen, aus denen dieser Küstenabschnitt hauptsächlich besteht, und jedes Mal schlug eine gewaltige Fontäne in die Höhe. Weiter ging es zu den Höhlen welche man über kleine Steintreppen erreichen konnte. Bei den Höhlen konnte man einen spektakulären Wassersog bestaunen der durch den hohen Wellengang noch verstärkt wurde. Nach diesen tollen Eindrücken ging es wieder auf den Rückweg. Wir fuhren quer über die Insel zur anderen Seite nach Gran Tarajal wo unser Jeep erst mal Durst hatte. Wir besuchten kurz die Strandpromenade und den dunklen Sandstrand. Das Wetter war wieder wunderschön der Regen hatte uns also nur am Vormittag heim gesucht. Wieder im Jeep ging es Richtung Jandia, aber wie legten noch einen kurzen Badestop am Playa Barca ein wo sich eine riesige Wanderdüne befindet. Diese wird oft genutzt um sich mit Lavasteinen darin zu verewigen...dies haben wir natürlich auch getan, ist ja klar. Am Abend ließen wir dann bei einem Cocktail im Hotel den Tag Revue passieren. Nach dem erholsamen Schlaf den wir im Buganvilla genießen durften weckte uns früh die Sonne, welche mal wieder aus dem Meer hervor stieg. So ging es für uns nach dem leckeren Frühstück im Hotel wieder auf Tour. Wieder Richtung La Pared um dann vor Pajara links in die Wüste ein zubiegen um zur American Star zu gelangen. Der Weg war durch den starken Regen am Tag zuvor sehr ausgewaschen... doch das hielt uns diesmal nicht ab zum Schiffswrack zu gelangen. Langsam bahnte sich der Jeep seinen Weg und nach gut 20min sahen wir die letzen Überrestes des ehemaligen Kreuzfahrtschiffes. Die Wellen schlugen schon über das gesamte Wrack hinweg oder durch die Bullaugen. Ein tolle Anblick der uns da geboten wurden. Wir verweilten noch ein wenig bevor es dann wieder über Stock und Stein Richtung der Asphaltierten Straße ging. Über Pajara ging es weiter nach Betancuria wo wir uns die Bezaubernde Innenstadt mit der Kirche Santa Maria de Betancuria anschauten. Auch in den kleinen Läden, welche sich auf dem Weg zur Kirche befanden gab es viel zu Entdecken. Nach diesem tollen Eindruck bekamen wir ein leichtes Hungergefühl. Aber das war in Betancuria kein Problem es gab viele schöne kleine Restaurants. Frisch gestärkt ging es weiter Richtung Norden der Insel. Ein einzigartiger Blick bot sich uns vom Mirador del Morro Velosa mit eine der höchsten Erhebungen der Insel. Von hier aus konnte man die Außergewöhnliche Landschaft von Fuerteventura besonders genießen. Weiter ging es und zwar wieder hinab ins Tal über Antigua nach Tiscamanita wo es ein besonders schöne Windmühle gibt, welche auch besichtigt werden kann. Solche Windmühlen gibt es noch sehr oft auf Fuerteventura aber diese ist noch für touristische Zwecke in Betrieb. Da es nun schon langsam Abend wurde, machten wir uns auf den Rückweg über Tuineje und die Costa Calma wieder zurück nach Jandia. Hier mussten wir den Jeep wieder abgeben, welcher uns treu über jede Piste gebracht hat auch wenn die Steine und Absätze noch so groß waren. Der Abend wurde dann mit einem Cocktail an der Bar beendet. Die uns verbleibende Zeit wurde dazu genutzt um die Daheimgebliebenen etwas neidisch zumachen, was bedeutete das wir uns am Strand aufhielten um die Sonne zu genießen. Der Nachmittag wurde auch dazu genutzt einen Spaziergang entlang der Strandpromenade zu den toll gelegenen Fischrestaurants direkt am Meer zu machen. Leider war auch hier die Woche viel zu kurz und so mussten wir diese Sonneninsel wieder verlassen um nach Deutschland zurück zu kehren. Auf ein baldiges Wiedersehen auf Fuerteventura... Zu den Bildern von Fuerteventura
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