Reisebericht zu dem Skiurlaub in Südtirol / Brixen
Ostern im Schnee? Das wäre doch mal was anderes als immer Eier auf der grünen Wiese zu suchen. Gesagt getan…und ab ging es, im März 2008 ins sonnige Italien, nach Südtirol. Der Urlaub begann schon auf der Fahrt nach Italien. Vorbei an München, wo man die Allianzarena direkt an der Autobahn erblickte. Weiter dann Richtung Innsbruck, wo die Bergisel Schanze über der Stadt thront. Dann weiter über den Brennerpass, hinein ins Eisacktal, wo unser Ziel die Südtiroler Stadt Brixen oder auf italienisch Bressanone war. Brixen ist die älteste Stadt Gesamttirols und mit ca. 19000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Südtirols. In der historischen Altstadt kann man zum Beispiel den Brixner Dom und den angrenzenden Kreuzgang, das Kapuzinerkloster sowie die Pfarrkirche bestaunen. Aber auch so lädt die Altstadt zum Durchschlendern ein.
In und um Brixen gibt es viele Hotels auch der gehobeneren Klasse. Wir bezogen unser Zimmer allerdings auf einem Bauernhof unweit von Brixen in einem kleinen Ort namens Klerant, wovon man einen herrlichen Blick auf Brixen hat. Und das ganze zu einem guten Preis. Wir bekamen das Zimmer mit einem leckeren Bauernfrühstück für 25€ pro Person. Auch die Aufstiegsanlagen zum Skigebiet Plose befanden sich gleich in der Nähe des Dorfes.

Das Skigebiet Plose erstreckt sich bis auf über 2500 Meter Höhe und verfügt über knapp 42km Pistenlänge. 9 moderne Aufstiegsanlagen sorgen für einen schnellen Transport. Von den Pisten ist für alle was dabei, vom Anfänger bis zum erfahrenen Skifahrer. Die „Trametsch“, die längste präparierte Skipiste in Südtirol mit 9km Länge und 1400 Meter Höhenunterschied sorgt für die ultimative Herausforderung. Für Snowboarder ist der Funpark auch eine schöne Abwechslung.

Unser Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück, weiter ging es dann nach St. Andrä auf 961 Meter zur Talstation der Kabinenbahn, welche uns dann auf 2050 Meter zum Kreuztal (Bergstation) brachte. Von da aus ging es dann je nach Belieben quer durch das gesamte Skigebiet. Wenn man auf 2504 Metern angekommen ist hat man einen Atemberaubenden Blick auf die imposanten Dolomiten im Süden und den Alpenhauptkamm im Norden. Nach diesem Blick kann man sich dann wieder ins Tal stürzen und unterwegs an einer der vielen Skihütten sich Ausruhen oder Stärken. An einzelnen Tagen waren auch einzelne Pisten musikalisch untermalt, was wir sehr gut fanden.

Die ersten Tage waren leider sehr unbeständig. Am 24.03. hat es sogar noch 30cm Neuschnee gegeben, an diesem Tag war natürlich auch die Sicht sehr eingeschränkt. Im weiteren Verlauf dieser Woche wurde das Wetter zunehmend besser, sodass auch die Sicht und die Aussicht auf die umliegenden Gipfel immer besser wurde. Dadurch durfte man die Sonnencreme nun nicht mehr vergessen, sonst hätte man eine bleibende Skibrille für Zuhause gehabt. Oder auch eine schöne rote Schnapsnase ;). Von früh an waren wir meist schon auf der Piste, zum Mittag hin wurde dann eine kleine Pause an einer der Skihütten eingelegt, um dann für den Nachmittag wieder fit zu sein. Natürlich ist man nach so einem Tag dann sehr geschafft und wir wollten diesen Rhythmus ja die ganze Woche durchhalten. So sind wir dann meist gegen 15Uhr wieder an der Talstation eingefahren, um uns fertig für Brixen zu machen. Wir waren jeden Abend dann in Brixen oder St. Andrä essen um die verbrauchten Kohlenhydrate wieder aufzufüllen.

In Brixen gab es zahlreiche gute Restaurants, wo man besonders die italienische Küche genießen konnte. Sehr häufig gönnten wir uns eine leckere frisch zubereitete Pizza. Durch diesen anstrengenden und auch leckeren Rhythmus verging diese schöne Woche natürlich wie im Flug. So machten wir uns nach dieser Pistenwoche wieder auf den Heimweg, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf… das sollte man mal wiederholen!!!
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